Einige meiner Vorfahren waren die “Schulmeister” (d.h. also Lehrer) im kleinen Dorf Walle bei Verden.

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Schule im 18. Jahrhundert (Bildquelle)

Der bisher erste bekannte dieser Berufsklasse unter meinen Vorfahren war Christoph Sündermann (*um 1650). Er baute selbst ein Schulhaus, welches später der Köthnerhof Nr. 23 in Walle war und außerdem eine kleine Wiese beim nahegelegenen Ort Nindorf besaß.

Als Christoph Sündermann 1703 mit nur 53 Jahren stirbt, muss sein Sohn Ambrosius (*errechnet 1687) mit nur 16 Jahren den Schulbetrieb seines Vaters übernehmen. Dieser leitet die Schule ebenfalls bis zu seinem frühen Tod 1736 mit nur 49 Jahren. Da er keine Söhne hat, sondern nur drei Töchter, muss also jemand anderes den Schulbetrieb fortführen.

Der neue Lehrer findet sich in seinem Schwiegersohn Johann Müller (*12.10.1710 in Platenhof, Kreis Rotenburg (Wümme)). Von diesem ist auch sogar ein Beschwerdebrief aus dem Jahre 1755 erhalten geblieben.

Als Johann Müller dann mit 63 Jahren am 15.02.1774 stirbt, wird sein Sohn Johann Christoph (*1737) sein Nachfolger. Ich selbst stamme allerdings dann von der Schwester Margret Elisabeth (*1744) ab. Somit endet hier die Lehrer-Linie meiner Ahnen.

Mehr über die Schule in Walle gibt es im folgenden, sehr spannenden Buch:

  • Otto Voigt, Chronik des Dorfes Walle (von der Vorgeschichte bis zum Jahre 1972), 1981, Verden: Kreuzkamp, von Seite 103 – 106.